Lincoln Continental 1965

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Karotte
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Lincoln Continental 1965

Beitrag #1 von Karotte » Mi 6. Nov 2019, 15:41

Hallo,

bin zufällig über einen 65 Conti gestolpert der gut in mein Beuteschema passt... offenbar das häufigste Baujahr der Modellreihe, zumindest gibt's im Forum einige 65er

Paar Eckdaten die mir bekannt sind:
Der Wagen steht schon seit 10Jahre, Papiere (österreichische) sind verloren gegangen, Motor ist das letztemal vor 2 Jahren gelaufen und da nicht auf alle Zylinder, ein Mader soll Bremsleitungen angeknabbert haben und zwei kleine Durchrostungen sollen bekannt sein.
Ausgerufen sind 10000 für den Wagen!

Hier die Bilder die ich von dem Auto habe:

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Da ich mit die 60er Jahre Lincoln nicht so fit bin würde mich interessieren was Ihr zu dem Angebot sagt.

Werde mir in ein paar Tage das Auto anschauen und bis dahin würd ich gern wissen, was Ihr von dem hält.

Danke Euch

hanomag
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Beitrag #2 von hanomag » Mi 6. Nov 2019, 18:22

Kommt drauf an was Du selber machen kannst und willst, ich würde den nicht geschenkt haben wollen. Da sehe ich Potential, 30.000 zu versenken. 

Peter Baumgardt
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Beitrag #3 von Peter Baumgardt » Mi 6. Nov 2019, 18:42

Wenn das 10,000 Schilling sind, könnte der Preis stimmen. Ansonsten wünsche ich Dir natürlich viel Spaß beim Geldverbrennen. Solch ein Auto restauriert man an sich nur, um sich selbst zu beweisen, oder man hat eine besondere Affinität zu dem Modell. Das kann ich mir bei einem 65er Sedan kaum vorstellen.
Gerald, lass es! Oder such Dir zumindest ein Convertible zum Selbstaufbau.
Für diesen sicher besseren, wenngleich ziemlich runtergekommenen, 65er wurden 2017 auf der Auktion in Las Vegas gerade mal 4000 Dollar geboten.
https://www.mecum.com/lots/LN1117-29740 ... ntinental/
Und dieser halbwegs anständige 64er wurde im Mai 19 für $12,500 plus 10% Aufgeld verkauft. 
https://www.mecum.com/lots/SC0519-36870 ... ntinental/
Für insgesamt 12 - 15000 Euro bekommst Du doch diesen Zustand nicht hin. Kauf also lieber einen in den Staaten, da bekommst Du fahrbereite Gurken für deutlich unter 10,000 Dollar.

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Frey
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Beitrag #4 von Frey » Mi 6. Nov 2019, 20:43

Baustelle. Investitionen Motor und Nebenagregate ca. 8.000 EUR. Bremsen Job ca. 1.500 EUR. Unvorhersehbares 3.000 EUR.
Dann fährt er erstmal. Dann kommen die üblichen Verdächtigen Klimaanlage 1.000 EUR, Fenster heber mit Schalter 1.000 EUR. Leder Job  Aufbereitung und Polstern 1.500 EUR, Lack nicht kalkulierbar, Reifen Satz 800 EUR, Auspuff.....
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Beitrag #5 von Peter Baumgardt » Sa 9. Nov 2019, 15:29

Alles gut beschrieben von Patric, der aber die Probleme nur zur Hälfte aufzeigen konnte. Die Liste lässt sich locker noch um weitere 10 - 15 Tausend erhöhen. Die vielen Kleinigkeiten machen einem das Leben schwer. 
Ich habe meine beiden Wagen (57er Premiere und 55er Ford Thunderbird) jeweils zum "Verbessern" weggegeben, da ich selber weder eine Werkstatt noch die entsprechende Zeit habe, geschweige denn über irgendwelche automobilistische Fähigkeiten verfüge. Beim Premiere hieß es: "da sind nur ein paar Kleinigkeiten, wir besorgen die Teile für ein paar Hundert Euro und dann kommen vielleicht noch mal 1500 an Arbeit dazu." Und dann zeigte sich, dass dies und das noch kaput war und besser gemacht werden sollte und das und das und so weiter. Die Gesamtrechnung nach einem Jahr belief sich auf gut 11,000 Euro.
Mein Thunderbird war im Juli beim TÜV, alles prima, aber der TÜV-Ingenieur meinte, dass ein paar kleine Roststellen an tragenden Teilen meine Aufmerksamkeit haben sollten. Die seien zwar noch nicht relevant, es sei aber empfehlenswert, diese sicherheitshalber auszubessern.
Also habe ich meiner Werkstatt das gezeigt und den Auftrag erteilt. Antwort: "da ist ja nicht viel, das haben wir in ein paar Tagen." Aus den paar Tagen sind jetzt schon sechs Wochen geworden; denn hier und da war noch ein Loch, und da und da auch. "Wir machen das besser auch noch, dann haben Sie Ruhe." 2000 Euros sind auch schon zusammen gekommen, mal sehen, wohin das noch führt.
Gerald, ich hoffe, dass Du nicht zwei linke Hände hast wie ich und zumindest doch ein paar Euro-Reserven in der Hinterhand hältst. Ansonsten denk bitte gut nach.

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Peter Griffin
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Beitrag #6 von Peter Griffin » Sa 9. Nov 2019, 19:43

Peter, bist Du sicher, dass Du Deiner Werkstatt nicht Urlaubsgeld und Weihnachtsfeier finanzierst? Ohne Dir oder der Werkstatt zu nahe treten zu wollen. Aber die Kombination aus "...geschweige denn über irgendwelche automobilistische Fähigkeiten verfüge...", "... ein paar Kleinigkeiten, wir besorgen die Teile für ein paar Hundert Euro und dann kommen vielleicht noch mal 1500 an Arbeit dazu..." und "...Gesamtrechnung nach einem Jahr belief sich auf gut 11,000 Euro..." klingt mir nach einem Modell, welches ich schon viel zu oft erlebt habe... 
Sowas zeugt nach meiner Erfahrung entweder von einem Auto, dass außen hui und innen pfui ist (also ein glatter Fehlkauf war) oder einer geschäftstüchtigen Werkstatt, die – vorsichtig gesagt - ein feines Gefühl für Chancen hat. 

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Beitrag #7 von nordlys » Sa 9. Nov 2019, 23:01

Ich weiß ja nicht wie brauchbar die Dichtungen sind. Werden aber alle vollkommen hart und porrös sein. Da kann man mit ca 3000$ rechnen. Wie sehen die Stoßstangen und die restlichen Zierleisten aus? Guten Ersatz bekommt man auch nicht mehr fürn Appel und Ei. Arschteuer sind die Rocker und den Türen. Im Tadellosen Zustand bekommt man die selten unter 400$

Peter Baumgardt
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Beitrag #8 von Peter Baumgardt » Mo 11. Nov 2019, 12:18

Peter Griffin hat geschrieben:Peter, bist Du sicher, dass Du Deiner Werkstatt nicht Urlaubsgeld und Weihnachtsfeier finanzierst? Ohne Dir oder der Werkstatt zu nahe treten zu wollen. Aber die Kombination aus "...geschweige denn über irgendwelche automobilistische Fähigkeiten verfüge...", "... ein paar Kleinigkeiten, wir besorgen die Teile für ein paar Hundert Euro und dann kommen vielleicht noch mal 1500 an Arbeit dazu..." und "...Gesamtrechnung nach einem Jahr belief sich auf gut 11,000 Euro..." klingt mir nach einem Modell, welches ich schon viel zu oft erlebt habe... 
Sowas zeugt nach meiner Erfahrung entweder von einem Auto, dass außen hui und innen pfui ist (also ein glatter Fehlkauf war) oder einer geschäftstüchtigen Werkstatt, die – vorsichtig gesagt - ein feines Gefühl für Chancen hat. 

Völlig richtig, aber was sollte ich machen? Mittendrin abbrechen und eine andere Werkstatt suchen? Wenn mir als Nichtwissendem jemand sagt, es müsste dies und das getan werden, frage ich natürlich nach den Kosten. Aber die konnte mir vorab niemand nur halbwegs genau sagen. Ich stand also vor dem Problem, entweder alles halb fertig zu lassen oder in den sauren Apfel zu beißen.
Ihr, die Ihr selber schrauben könnt, seid zu beneiden.

rollerball
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Beitrag #9 von rollerball » Mo 11. Nov 2019, 15:21

Finger weg!!!!! Kauf Dir lieber gleich einen Guten....

@Peter: Ab einem gewissen Punkt ist es dann viel billiger, eine eigene Werkstatt einzurichten und eigene Mechaniker zu beschäftigen...aber ich rate jedem davon ab, mich auf dem Weg in den automobilen Irrsin zu begleiten...

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Karotte
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Beitrag #10 von Karotte » Mo 11. Nov 2019, 16:05

Danke für Eure Kommentare...

Ja ist eine rießen Baustelle wo unmengen an Geld reingehen! Da kommt eine bessere Basis sicher um einiges billiger. Die Frage is aber ob man diese übers Internet aus den Staaten bekommt. Da doch viele einfach nur geschminkt sind...

Ich bin auch nicht aktiv auf der Suche nach dem Modell, bin nur drüber gestolpert!

Hab mir den Wagen angeschaut, weils net weit weg war, kurz zusammengefasst:

Positiv:
:: Ungeschweißt (was man ohne Bühne sagen kann)
:: O-Lack und keine Spachtel
:: Chrom sehr gut
:: Zierteile komplett bis auf Hoodemblem und Lincoln Stern auf den vorderen Sitzen
:: Leder nicht gerissen

Negativ:
:: keine Papiere
:: Läuft und fährt nicht, somit technisch gesehen eine Katze im Sack
:: Radläufe hinten an den Ecken durchgerostet
:: alter Wasserschaden im Kofferraum (wahrscheinlich durch defekte Dichtung) und Durchrostung vom Kofferraumdeckel von innen!?
:: Türfalze angerostet (hintere Türen sind nicht aufgegangen, vielleicht weil kein Vakuum!?)
:: Alle Dichtungen bröselig
:: Innenraum schimmlig
:: Brems und Benzinleitungen rostig
:: elektische Antenne geht nicht
:: Fahrerseitige Fensterhebermotor fehlt
:: Retourgang soll laut Aussage vom Verkäufer  zeitverzögert schalten

Ich könnt bis auf Blech und Lack alles selber machen, aber wie Ihr richtig schreibt, fließen da viele 1000er rein bis das fahrfertig ist.
Ich denk ich mach mal meinen Mark IV fertig und halte dann Ausschau nach einem Projekt, was zumindest fahr fähig ist, damit das nicht eine ganze blinde geschichte ist.

Danke Euch jedenfalls :thumbsup:


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